Die Demokratie lebt davon, dass man bei einer Wahl die Auswahl hat

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und SPD-Bürgermeisterkandidat Mesut Cetin bei der 1. Mai-Feier der Hattersheimer SPD

Aufgrund aktueller Auflagen war die Kapazität der Vereinshalle des Hattersheimer Kleingartenvereins – Ort der diesjährigen 1. Mai-Feier der Hattersheimer SPD – auf hundert Personen begrenzt. Daher war die Halle bis zum letzten Platz gefüllt, als der wohl prominenteste Gast in der traditionsreichen Geschichte der 1. Mai-Feier in Hattersheim ankam: Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte ihr Kommen fest zugesagt und am Sonntagmorgen auch eingelöst.

 

„Wir sind sehr stolz darauf, dass Nancy Faeser heute nach Hattersheim gekommen ist und damit auch unseren engagierten Bürgermeisterkandidaten Mesut Cetin unterstützt“, freute sich Hattersheims SPD-Vorsitzender Selim Balcigolu in seiner Begrüßungsrede. Er lobte – unter großem Applaus – den Einsatz von Mesut Cetin im Bürgermeisterwahlkampf, in dem naturgemäß immer der Amtsinhaber der haushohe Favorit sei. „Mesut hat durch sein bescheidenes und verbindliches Auftreten viele Sympathien bei den Hattersheimerinnen und Hattersheimer in den letzten Wochen gewonnen“, ist Selim Balcioglu überzeugt.

 

SPD-Bürgermeisterkandidat Mesut Cetin nahm in seiner Ansprache nochmals Bezug auf seine Wahlkampfschwerpunkte: Bezahlbares Wohnen, ein gemeinsames Miteinander und sowie eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung. „Wir leben in einer schönen Stadt, aber es gibt an manchen Punkten noch Verbesserungsbedarf“, so der SPD-Bürgermeisterkandidat. Er wolle mit seiner Kandidatur auch deutlich machen, dass es auch Alternativen zum CDU-Amtsinhaber gebe.

 

Bundesinnenministerin Nancy Faeser wünschte SPD-Bürgermeisterkandidat Mesut Cetin für die Wahl am kommenden Sonntag viel Erfolg. „Es ist nie einfach gegen den Amtsinhaber anzutreten, aber die Demokratie lebt davon, dass die Menschen bei einer Wahl zwischen verschiedenen personellen Alternativen die Auswahl hat“, so Nancy Faeser. In ihrer 30-minütigen Rede ging die Innenministerin insbesondere auf den Ukraine-Krieg ein. „Es ist Putins‘ Krieg“, bekannt die erste Frau auf dem Posten der Innenministerin. Sie lobte Bundeskanzler Olaf Scholz unter großem Beifall für seine Besonnenheit. Nancy Faeser erklärte auch den Kampf gegen den Rechtsextremismus zu einem ihrer Schwerpunkte und verwies dabei auf den von ihr initiierten „Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“.