01.09.2021|Pressemitteilung der SPD-Fraktion

Stadt hat bei Südring-Sanierung den Radweg vergessen

Autofahrer wird es freuen – Radfahrer allerdings nicht. Vor wenigen Tagen wurde die Sanierung des Hattersheimer Südrings abgeschlossen. Die Hattersheimer SPD sieht das Projekt „Südring-Sanierung“ jedoch nur als mittelmäßig gelungen an.

Aus Sicht der SPD ist es positiv, dass für die Sanierung letztendlich die Anwohnerinnen und Anwohner, wie von der SPD gefordert, keine Straßenausbaubeiträge bezahlen müssen. Fraktionsvorsitzender Dr. Marek Meyer betont: „die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge war zunächst umstritten – die Koalition aus CDU, FDP und FWG hatte die Abschaffung anfangs abgelehnt. Es hat mehrere Anläufe im Stadtparlament gebraucht, bis wir die Koalition von diesem Ansinnen überzeugen konnten.“ Mittlerweile hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen, die Straßenausbaubeiträge generell abzuschaffen, so dass Anwohnerinnen und Anwohner bei einer Straßensanierung im Stadtgebiet nicht mehr zur Kasse gebeten werden.


Die SPD bemängelt jedoch, dass im Rahmen der Sanierung kein zeitgemäßer Fahrradweg im Südring eingeplant wurde, zumal diese Straße voraussichtlich mit dem Bau der neuen Grundschule auch Schulweg werden wird. SPD-Fraktionschef Meyer sagt dazu: „Auf einer vielbefahrenen innerstädtischen Straße wie dem Südring hätte heutzutage jede andere Stadt einen Fahrradweg ausgewiesen. Die Stadt Hattersheim hat dies jedoch versäumt. Das ist ein sehr negatives Signal an die Radfahrerinnen und Radfahrer in unserer Stadt.“ Der fehlende Radweg im Südring zeigt nach Auffassung der SPD, dass der Bürgermeister und seine Koalition an einer Stärkung des Radverkehrs kein echtes Interesse haben. In Sonntagsreden werde gerne über Nahmobilität gesprochen – die Realität zeige jedoch andere Prioritäten auf. Marek Meyer fordert deshalb: „Wer die Nahmobilität in Hattersheim fördern will, muss das auch in konkrete Handlungen umsetzen. Die Stadt sollte den Mangel beseitigen und nachträglich noch einen Radweg ausweisen.“ Jetzt wird es allerdings schwieriger, als wenn man von vornherein daran gedacht hätte. Im Rahmen der Bauarbeiten hätte ein baulich von der Straße getrennter Radweg eingerichtet werden können. Jetzt bleibt wohl nur noch die Markierung einer Radspur auf dem Straßenbelag.


Einen weiteren Kritikpunkt sieht die SPD in der Beseitigung der verkehrsberuhigenden Mittelinseln. Vor der Sanierung hatten Mittelinseln in der Mitte der Straße für eine Verlangsamung des Verkehrsflusses gesorgt. Durch die neue Gestaltung werde es aus Sicht der SPD vermehrt vorkommen, dass Autos sich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h halten, sondern zu schnell durch den Südring fahren.

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