26.04.2020|Pressemitteilung der SPD Hattersheim

Im nächsten Jahr werden wir wieder den 1. Mai feiern

Alt-Bürgermeister Hans Franssen erinnert sich an ruhmreiche Zeiten und blickt zuversichtlich in die Zukunft

Die 1. Mai-Feier zum Tag der Arbeit hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in Hattersheim eine große Tradition. Seit Anfang der 80er-Jahre richtete der Ortsverein der Hattersheimer SPD die Mai-Feier aus.

„Unsere 1. Mai-Feier begann als literarische Mai-Feier und hatte ihre Anfänge mit dem Amtsantritt von Adi Schubert als Hattersheimer Bürgermeister“, erinnert sich Hans Franssen, der 1998 zum Nachfolger von Adi Schubert gewählt worden war und die Geschicke der Hattersheimer SPD seit den 70er-Jahren bis zur heutigen Zeit maßgeblich mitgestaltet hat.

 

Mit großem Bedauern musste die Hattersheimer SPD die diesjährige Feier zum 1. Mai schon vor über drei Wochen absagen. „Wir sind damit der gegenwärtigen Siuation durch das Corona-Virus gerecht geworden“, erklärte Hans Franssen, der als Beisitzer auch heute noch dem örtlichen SPD-Vorstand angehört. Er könne sich nicht daran erinnern, dass es jemals so einschneidende Maßnahmen gegeben hätte.

 

Ursprünglich hatte die Hattersheimer SPD seit Jahren stellvertretend für die Gewerkschaften die Ausrichtung der Feier zum 1.Mai übernommen. Bis vor ein paar Jahren hatte man zuvor auch noch den „Tanz in den Mai“ am Vorabend des 1. Mai gefeiert. Mittlerweile gebe es aber zahlreiche Konkurrenzveranstaltungen am letzten Tag des Aprils, so dass diese Veranstaltung für die SPD nicht mehr rentabel gewesen sei. Hans Franssen erinnert in diesem Zusammenhang auch gerne an die „Goldenen 80er-Jahre“, als die SPD mit riesiger Mannstärke ein eigenes Festzelt aus Stahl und Eisen anfertigte und dies viele Jahre lang als Veranstaltungsort für die Mai-Feiern am Okrifteler Wäldchen diente. Anfang der 2000er-Jahre wurde das Zelt an eine örtliche Blumenhandlung verkauft, wo das Zelt jetzt als Wachstumsort für Blumen und Pflanzen dient.

 

Im Blick zurück ist Hans Franssen immer wieder überrascht, welche großen deutschen Schriftsteller den Weg nach Okriftel auf sich genommen hatten. Ein absoluter Höhepunkt war im Jahr 1986 der Auftritt von Peter Härtling, einem der bekanntesten deutschen Schriftsteller überhaupt. Den Kontakt zu dem Autor von „Ben liebt Anna“ stellte Alt-Bürgermeister Adi Schubert her. Beide kannten sich von der Verleihung des Stadtschreibers von Bergen-Enkheim. Peter Härtling beendete seine damalige Rede mit einer Botschaft: “Ich habe einen Traum. Unsere gefährdete, vom Menschen bedrohte Welt, braucht solche Träume, von einer Gemeinschaft, die allemal den Frieden ausruft, bevor sie sich den Krieg erklärt.“ Diese Feststellung gilt heute genauso wie 1986. Auch in den Jahren danach folgten bekannte Schriftsteller wie Gerhard Zwerenz, Valentin Seger, Max von der Grün oder Wolfgang Leonhard. Nach den Schriftstellern hatten die Hattersheimer Sozialdemokraten in den letzten Jahren immer wieder prominente Politiker zu Gast, wie den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel, Thorsten Schäfer-Gümpel oder Heidemarie Wieczorek-Zeul.

 

In diesem Jahr hatte Peter Feldmann als Gastredner zugesagt. Die Hattersheimer SPD hat aber bereits die Zusage des Frankfurter Oberbürgermeisters für das nächste Jahr. „Im nächsten Jahr werden wir wieder den 1. Mai feiern“, ist Hans Franssen zuversichtlich.

 

REPRO: Mit diesem Bürgerbrief warben die Hattersheimer SPD im Jahr 1986 für die 1. Mai-Feier. Senerzeit war der bekannte deutsche Schriftsteller Peter Härtling zu Gast am Okrifteler Wäldchen.

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