29.08.2017|Pressemitteilung der SPD Hattersheim

Das hätte man wesentlich besser planen können (Kopie 1)

SPD Hattersheim bemängelt Ort, Dauer und die schlechte Kommunikation beim Projekt „Alm Deluxe“

 

Die Hattersheimer SPD sieht das Gastronomie-Projekt „Alm Deluxe“, das über einen Zeitraum von fast zwei Monaten mitten im Hattersheimer Stadtpark aufgebaut werden soll, äußerst kritisch. „Die Idee, dass ein Anlaufpunkt geschaffen wird, ist grundsätzlich nicht schlecht“, finden SPD-Fraktionschef Dr. Marek Meyer und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Thomas Abicht, „aber der dafür ausgewählte Ort, der überlange Zeitraum und die nicht stattgefundene Kommunikation mit dem Gewerbeverein zeugen von einer ganz schlechten Vorbereitung.“

Laut des Internet-Auftritts der „Alm Deluxe“ unter www.hattersheim.alm-deluxe.de ist das Projekt auf Initiative von Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) ins Leben gerufen worden. Von jedem verkauften Bier sollen 10 Cent zur Sanierung der Hattersheimer Stadthalle genutzt werden. „Das bedeutet, dass für einen Betrag von 10.000 Euro genau 100.000 Bier verkauft werden müssen. Da kann man gespannt sein, ob da überhaupt ein nennenswerter Betrag zustande kommt, denn die Sanierung der Stadthalle wird einen Millionenbetrag kosten.“

 

Unabhängig von der grundsätzlich begrüßenswerten Idee halten die Sozialdemokraten den gewählten Ort – den Hattersheimer Stadtpark – für vollkommen ungeeignet. „Der Platz am Hattersheimer Weiher ist ein Ort der Ruhe und Erholung“, sagen Meyer und Abicht, „darüber hinaus befindet sich am direkt angrenzenden ‚Grünen Haus’ ein beliebter Familientreffpunkt mit kleinen Kindern.“ Auch ist die Dauer der „Alm Deluxe“ mit fast zwei Monaten von Anfang September bis Anfang November vollkommen übertrieben. „Das Original-Oktoberfest in München dauert drei Wochen, alleine daran erkennt man schon, dass ein fast zweimonatiges Fest vollkommen aus dem Rahmen fällt und absolut übertrieben ist“, sind Abicht und Meyer überzeugt. Zudem befürchten die Sozialdemokraten, dass der sehr gepflegte Rasen am Weiher dauerhaften Schaden nehmen könnte. „Wenn der Rasen kaputtgeht und die Stadt diesen dann reparieren muss, dann sind die 10 Cent pro Bier auch nicht mehr erwähnenswert.“

 

Marek Meyer und Thomas Abicht kritisieren auch, dass der Hattersheimer Gewerbeverein und damit die Gewerbetreibende der Stadt nicht in die Entscheidung mit einbezogen wurden. „Mit der Alm-Deluxe wird gerade in der Nähe des Marktplatzes den lokalen Gastronomie-Unternehmen eine direkte Konkurrenz vor die Nase gesetzt“, unterstützen die Sozialdemokraten die gleichlautende Kritik des Hattersheimer Gewerbevereins. Es sei bedauerlich, dass die Hattersheimer Gewerbetreibende weder in die Entscheidung eingebunden worden noch überhaupt informiert worden seien. „Bürgermeister Klaus Schindling hat immer angekündigt, dass ihm Transparenz und Beteiligung besonders wichtig sind. Das hat diesmal allerdings überhaupt nicht funktioniert.“

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