09.11.2020|Pressemitteilung der SPD Hattersheim

Bürgermeister schießt peinliches Eigentor

Die Hattersheimer SPD kritisiert Hattersheims Bürgermeister Schindling. „Mit seinen Äußerungen zum Wirken der AG Opferdenken hat er einen peinlichen Treffer im eigenen Netz gelandet“, so die beiden Vorstandssprecher der SPD Volker Igstadt und Birgid Oertel.

Die AG sei eine Einrichtung des Magistrats und nicht ein Verein. Sie bestehe seit mehr als 10 Jahren. Sie habe sich zur Aufgabe gemacht, die Erkenntnisse aus der NS-Zeit der heutigen Generation mahnend vor Augen zu halten. Vorsitzender sei Erster Stadtrat Karl-Heinz Spengler.

Herr Spengler habe auch im Namen des Magistrats die Einbindung der AG Opfergedenken in die Erstellung des Gedenkkonzepts zusagt. Die Bemerkung von Schindling "die Forderung, für eine andere Nutzung zu werben, ist schon fast frech," sei mehr als dreist und respektlos. Wie Mitglieder der AG Opfergedenken berichteten, habe selbst der Bevollmächtige des Prinzen von Preußen vor Jahren für eine solche Nutzung geworben: Geschichte der Phrix und Jüdisches Leben in Okriftel.

Die Einrichtung eines Dokumentationsorts in der jüdischen Schule und die Nutzung für Ausstellungen sind explizit im städtebaulichen Rahmenplan schriftlich festgehalten, den Bürgermeister Schindling, Erster Stadtrat Spengler und der Eigentümer gemeinsam als Anlage zum städtebaulichen Vertrag unterschrieben haben. In seinem Kommentar im Höchster Kreisblatt werde erneut deutlich, dass Herr Schindling an einer solchen Gedenkstätte kein Interesse habe. Daraus habe er auch nie einen Hehl gemacht. Sein jetziger Kommentar aber sei ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die sich ehrenamtlich in und für die Stadt Hattersheim engagierten. Festzustellen sei, dass sich die Stadt Hattersheim bei den Aktionen der AG finanziell sehr zurückgehalten habe. Die meisten Aktionen seien durch Spenden, für die die AG gesorgt hat, finanziert worden.

Dem Bürgermeister werde das "Lesebuch zur Geschichte und Gegenwart von Hattersheim am Main" als Lektüre empfohlen. Da könne er sich ein Bild machen von den Aktivtäten der städtischen AG Opfergedenken, dem Engagement der Schulgemeinde der Heinrich-Böll-Schule und dem ehrenamtlichen Einsatz vieler Hattersheimer Bürgerinnen und Bürger. Abschließend bleibt die Bitte an Bürgermeister Schindling, sein Handeln zum Umgang mit der Geschichte zu überdenken und die Meinung Andersdenkender zu respektieren und nicht zu diffamieren.

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